Methodik

Die Grundlage des Stifterverband-Index für die deutschen Hochschulen bilden 17 Indikatoren, die zum einen die aktuelle Lage und zum anderen die erwarteten Verbesserungen oder Verschlechterungen in den nächsten fünf Jahren messen.

Aus den Einzelindikatoren ergeben sich ein Lageindex und ein Erwartungsindex. Zusammengenommen bilden sie den Stifterverband-Index. Die mögliche Bandbreite der Indizes variiert von –100 (extrem negative Stimmung) bis +100 Punkte (extrem positive Stimmung).

 

Berechnung des Stifterverband-Index

Inhaltlich unterteilen sich die Indikatoren in die folgenden Bereiche:

  1. Rahmenbedingungen: Hochschulautonomie, Ausstattung der Infrastruktur in Forschung und Lehre, Personalsituation in Wissenschaft und Management sowie Finanzierungssituation
  2. Gesellschaftliche Einbettung: Kooperationen der eigenen Hochschule mit anderen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie gesellschaftliches Klima für die Hochschulen insgesamt
  3. Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Hochschule in der Forschung und Lehre sowie Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandorts Deutschland

Daten und Rücklauf

Die jeweilige Grundgesamtheit der Befragungen umfasst alle deutschen Hochschulen, die zum Befragungszeitpunkt staatlich oder staatlich anerkannt sind und unbeschränkten Studienzugang bieten. Zum Zeitpunkt der letzten Befragung (November bis Dezember 2016) waren es 391 Hochschulen. Das Hochschul-Barometer erzielte in allen fünf Jahren einen hohen Rücklauf von 40 bis 56 Prozent. insgesamt hat der Hochschul-Barometer rund 78 Prozent aller Hochschulen erreicht. Dies gewährleistet eine hohe Qualität und Belastbarkeit der erhobenen Daten und zeigt, dass er eine hohe Akzeptanz und Relevanz in der Hochschullandschaft hat.

Durch die hohen Rücklaufquoten repräsentieren die Antworten die Vielfalt der deutschen Hochschullandschaft: Universitäten und Fachhochschulen, öffentliche und private Einrichtungen. 61 Prozent der im Jahr 2016 teilnehmenden Hochschulen sind Fachhochschulen bzw. nicht spezialisierte Hochschulen ohne Promotionsrecht, 24 Prozent sind Universitäten und übrige Hochschulen mit Promotionsrecht und 15 Prozent sind spezialisierte Hochschulen wie Kunst- und Musikhochschulen, theologische oder pädagogische Hochschulen. Auch die Aufteilung nach Größe und Trägerschaft im Sample entspricht weitgehend der Aufteilung in der Grundgesamtheit. Die Ergebnisse sind damit aussagekräftig für die Hochschullandschaft insgesamt.

Die Gruppe "Spezialisierte Hochschulen" umfasst kirchliche, Kunst- und Musikhochschulen sowie pädagogische Hochschulen. Die Gruppe "Technische Hochschulen" umfasst Hochschulen mit einem Mindestanteil von 30 Prozent an Studierenden in den Ingenieurfächern.